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Schweiz fördert Demokratiebewegung in Ägypten

Jährlich unterstützt die Schweiz ägyptische Organisationen, die für die Menschenrechte und gegen Folter kämpfen mit 100'000 Franken. Das Nadim Zentrum für die Rehabilitierung von Gewaltopfern in Kairo ist eine dieser NGO. Ein Mahnmal der Revolution blieb der Tahrirplatz im Herzen von Kairo und dies auch Wochen nach dem Sturz des Mubarak-Regimes am 11. Februar 2011. Der riesige Verkehrskreisel wurde durch Hand bemalte Plakate, Zelten sowie durch angeregte Diskussionen zum gesellschaftlichen Zentrum.

Doch am 09.03.2011 räumte die Armee mit Gewalt den Platz und es wurden viele der Demonstranten festgenommen. Laut Medienberichten wurden viele von den Soldaten geschlagen sowie gefoltert. Einer der Betroffenen ist Rami Essam, dieser berichtete was ihm bei der Gewalt der ägyptischen Armee passiert ist. Einige der Demonstranten befinden sich immer noch in einem Militärgefängnis und somit der Gewalt der Armee ausgeliefert.

Mona Hamid, Psychiaterin und Klinikdirektorin des Nadim Zentrums, ist der Meinung dass die Gewaltverbrechen veröffentlicht werden sollten, denn sehr lange war die Folter ein Tabuthema in den Medien. Das Zentrum sieht seine Hauptaufgabe in der der medizinischen und psychiatrischen Betreuung von Gewaltopfern, diese Betreuung dauert je nach Fall Wochen, Monate oder auch Jahre.

Das Zentrum hat für seine Arbeiten ein jährliches Budget von circa 100'000 Franken und letztes Jahr stammten davon 60 Prozent aus der Schweiz, die Leiterin hofft, dass das Zentrum auch in Zukunft von der Schweiz unterstützt wird.