Emissionshandel in der Schweiz ist vorübergehend eingestellt
Der Bund hat den Zugang zum Emissionshandelregister am Montag 14.02.2011 gesperrt, diese Sperre geschieht zum Schutz vor möglichen Cyber-Attacken. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) teile mit, das Sicherheitskontrollen ergeben haben, dass das System nicht sicher vor Angriffen ist. Bislang konnte kein Schaden festgestellt werden.
Die involvierten Bundesstellen und externe Experten sind jetzt dabei die Sicherheit des Systems zu verbessern. Die Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen andauern, das Bundesamt möchte bei den Kontoinhabern vorsorglich auch das Passwort ändern. Nach Informationen vom dem BAFU befinden sich derzeit im Schweizer Emissionshandelssystem Emissionsgutschriften im Wert von circa 4 Milliarden Franken. In den letzten Wochen waren verschiedene europäische Emissionshandelsregister Ziel von Angriffen.
Der Bund hatte bereits Mitte Januar Vorsichtsmaßnahmen sowie Kontrollen durchgeführt, die Möglichkeit von Transaktionen im Emissionshandelsregister wurden auf die Bürozeiten beschränkt. Am 19.01. war der der Emissionshandel in der EU nach Hackerangriffen ausgesetzt worden.
Scheine im Wert von circa 28 Millionen Euro wurden in mehreren Ländern gestohlen, die Hacker hatten Sicherheitslücken in den nationalen Systemen ausgenutzt. Alle EU-Statten musste für die Wiederaufnahme des Handels der EU-Kommission Berichte über ihre Sicherheitsvorkehrungen vorlegen.