Atom-Ausstieg
Vier Frauen zeigen ordentlich Power, wenn es um die Atomergie geht, denn vier Bundesrätinnen sagen, wo es bei der Stromversorgung künftig langgehen wird. Dank der großartigen Frauenpower wird es wahrscheinlich zu einem Ausstieg aus der Atomergie kommen. Ende Mai wird mit dem Entscheid der Regierung gerechnet und sollten sich die vier Frauen wirklich durchsetzten, würde es zu einem historischen Entscheid kommen.
Schon vor einigen Monaten funktionierte die Allianz der vier Bundesrätinnen, dabei ging es um die schärfere Vorschriften für Elektrogeräte, sie setzten ihre Vorschriften gegen ihre Kollegen durch. Wahrscheinlich werden sie auch am kommenden Mittwoch wieder erfolgreich sein, wenn die Energiezukunft der Schweiz neu ausgerichtet wird. Die drei Frauen Micheline Calmy-Rey, Simonetta Sommaruga und Eveline Widmer-Schlumpf sind ganz klar gegen die Atomergie und für einen Ausstieg.
Doris Leuthard, die vierte im Bunde, hielt sich bis jetzt noch ein wenig zurück. Doch in Bern wird davon ausgegangen, dass sie am 25. Mai, wenn sie dem Bundesrat ihre neuen Energieszenarien präsentiert, auch einen Antrag für den Ausstieg stellen wird. Der Antrag sieht wie folgt aus: Die Atomkraftwerke bleiben bis ans Ende ihrer Lebenszeit am Netz. Es werden aber keine neuen AKW mehr gebaut.